Alle Rückhaltebecken sind als sogenannte Grüne Becken konzipiert und im Normalfall leer. Das heißt, außerhalb von Hochwasserspitzen gibt es keine Einschränkungen für Wanderer und Touristen.

Hochwasserrückhaltebecken

Stauanlagen der besonderen Art

Wie schützt man Menschen in Flusstälern noch besser als bisher vor Hochwasser? Und wie kann man diesen Hochwasserschutz mit Naturschutz in Einklang bringen? Hochwasserrückhaltebecken sind besondere Stauanlagen, die meist einen Damm als Absperrbauwerk besitzen. In einem Hochwasserrückhaltebecken können große Mengen Wasser gespeichert werden. Im Hochwasserfall wird diese Speicherkapazität dazu genutzt, die Abflussmenge eine Flusses bei Hochwasser zu reduzieren.

 

Wissenswertes

Sachsen-Anhalt war in den vergangenen Jahren immer wieder von starken Hochwasserereignissen betroffen. Zuletzt 2013, als die Elbe und ihre großen Nebenflüsse über die Ufer traten. Auch der Harz und das Harzvorland gelten als gefährdet.

Schutzkonzepte

Vergangene Hochwasser haben die Defizite des Hochwasserschutzes in Sachsen-Anhalt schonungslos deutlich gemacht. Hochwasser ist eine Folge meteorologischer Ereignisse, hat also eine natürliche Ursache und ist Teil des natürlichen Wasserkreislaufs.

Projektstandorte

Wippra

Das HRB Wippra soll nach seiner Fertigstellung 21 Ortschaften der Region vor den Fluten schützen. Das Rückhaltevolumen des Beckens beträgt rund 4,25 Millionen Kubikmeter.

Straßberg

Das Absperrbauwerk hat eine Kronenlänge von 270 Metern. Es verschließt das Tal wie ein Riegel. Unter normalen Umständen bietet das etwa 70 Meter lange Massivbauwerk sowohl der Selke...

Meisdorf

Am Fuße der Burg Falkenstein entsteht – als logische Konsequenz des Beckenbaus bei Straßberg – ein weiterer Rückhalteraum für die hochwasserführende Selke.

Querfurt

Das HRB Querfurt ist eine kleine Anlage. Sie ist dem Bedarf vor Ort angepasst. Das sogenannte Absperr-bauwerk (Erddamm) hat eine Kronenlänge von 140 Metern.